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Beispiel ERARD

Restaurierung ERARD London, No.13, ca.1798

  

  

Beispiel COUSINEAU

Restauration COUSINEAU, Paris, no.13, ca.1775.

   

  

Beispiel LOUVET

Restaurierung LOUVET, Paris, ca.1765.

  

  

WICHTIGE NEUIGKEIT

NEU: Nach meiner Pensionierung werden Restaurierungen nun durch meine Nachfolger ausgeführt:

 

PETER  DEMMERLE, Schaffhausen » www.tuggi.ch

CHRISTOPH  MANI, Guggisberg, Bern e-mail  » www.mani-harfenbau.ch

Restaurieren - Konservieren

Die Palette der Restaurierungsmöglichkeiten reicht vom reinen Konservieren/Erhalten über das Spielbarmachen bis hin zur Gesamtrenovation, wobei die vorhandene Substanz und der Erhaltungszustand des Instrumentes den einzuschlagenden Weg vorgeben.

Eine sorgfältige Restaurierung nimmt auf die Biografie einer Harfe Rücksicht und erlaubt nur massvolle und reversible Eingriffe („weniger ist oft mehr“), sodass der Charme eines altehrwürdigen Stückes weiteratmen kann. Zahlreichen Einfachpedalharfen von Louvet über Naderman und Holtzman bis Erard konnte die Stimme zurückgegeben werden, damit sie nun die glücklichen Spieler/innen bezaubern und sie bei ihren Konzerten und Aufnahmen inspirieren.

Für Liebhaber von Antiquitäten ist die Konservierung der meistbegangene Weg, da hier eine dekorative Harfe nicht unbedingt auch klingen muss. Doch gibt es auch hier Sammler, die ihre Harfe gerne in gelegentlichen Hauskonzerten vorgespielt haben möchten.

Restaurierungs-Ethik

Bei Restaurierungen in Museen wacht eine strenge Ethik darüber, was gemacht werden darf und was nicht. Wohl verändert sich diese etwa alle 15 Jahre, doch behält die Erhaltung von historischer Information am Objekt absolute Priorität.

Ein freier Harfen-Restaurator behält diese Vorgaben im Auge, kann oder muss aber bei privater Kundschaft manchmal Eingriffe ausführen, die weiter gehen, wobei sogar vom Wurm zerstörte Teile erneuert werden können (dies rettet eine Harfe oftmals vor dem Weiterreichen an unspezifizierte Handwerker).

Die ersten beiden Beispiele in der linken Spalte zeigen daher eher Grenzfälle, bei welchen den Wünschen der Besitzer soweit als vertretbar entsprochen wurde. Die Louvet-Harfe dagegen liess sich mit moderaten Interventionen spielbar herrichten.

Eine frühe Pedalharfe von Hochbrucker (1728) zu restaurieren ist eine grosse Seltenheit. Diese Restaurierung hat Beat Wolf daher nach weitsichtigeren Grundsätzen ausgeführt. Diese Harfe ist heute im Besitz des Musée de la Musique von Paris und ist auf einer Extra-Seite portraitiert:

» HOCHBRUCKER-HARFE

Zustands-Beurteilung

Meistens sind gut sichtbare Risse, die den Besitzer erschrecken, für den Harfenrestaurator kaum ein Problem, dagegen sind ernste Schäden dem Auge des Laien oft verborgen. Selbst wenn eine historische Pedalharfe grosse Wurmschäden aufweist, ist eine Rettung manchmal noch möglich. Nur im ungünstigen Fall ist mit dem Neuersatz von Bauteilen zu rechnen.

Dem Harfenexperten begegnen manchmal Instrumente, die irgendwann verändert worden sind. Wo es Sinn macht, werden unqualifizierte Eingriffe rückgängig gemacht; biografisch relevante Veränderungen sollten jedoch beibehalten werden.

Für Spezialaufgaben bei der Restauration einer Harfe werden weitere kompetente Fachleute beigezogen (so z.B. für Malereien).

 

 Harfen mit solcher Musterung werden wohl kaum wieder spielbar, hier ist eher eine Konservierung angesagt.

Klangbeispiele mit restaurierten Harfen